Der Beckenboden in den Wechseljahren
Was haben die Wechseljahre mit unserem Beckenboden zu tun und wie verändert sich unser Beckenboden in den Wechseljahren?
Genau über dieses Thema möchte ich in diesem Beitrag sprechen und auch genau erklären, worum es hierbei geht und wie wir unseren Beckenboden stärken können und wir leicht und schmerzfrei durch die Wechseljahre kommen können
Der Beckenboden ist ein großes Tabuthema. Viele möchten ungern über diesen Bereich des Körpers sprechen, obwohl genau dieser Bereich so eine wichtige Funktion für unseren Körper und unser gesamtes Wohlbefinden hat.
Zunächst möchte ich erst einmal erklären, was denn der Beckenboden genau ist und welche Funktionen er hat.
Sowohl Männer als auch Frauen besitzen einen Beckenboden, der aus vielen Muskelschichten besteht. Hier ist das Muskelgewebe gemeint, welches den Ausgang von Vagina, After und Harnröhre kontrolliert. Diese Muskelschichten kontrollieren dabei wichtige Prozesse, wie zum Beispiel die Körperspannung im unteren Bauch und Rücken, aber auch das anspannen und loslassen unserer Harnwege, d.h. unsere Kontinenz. Wir spüren unseren Beckenboden also hauptsächlich, wenn wir versuchen, den Urinstrahl zu kontrollieren, oder bewusst den Toilettengang zu kontrollieren oder zu unterdrücken. Das Wort Inkontinenz kommt aus dem lateinischen und bedeutet ungewollter Urinverlust oder Verlust des Stuhlgangs. Schätzungsweise leiden Zweidrittel aller Frauen während oder nach den Wechseljahren an einer geschwächten Beckenbodenmuskulatur, aber auch Männer können betroffen sein.
Einige Faktoren können sich auf den Zustand des Beckenbodens auswirken.
Zum einen genetische Vorbelastungen, falsche Körperhaltung, langes Sitzen, zu wenig Bewegung, Schwangerschaften, Übergewicht, aber auch hormonelle Veränderungen während der Wechseljahre. Durch diese Veränderungen können Schmerzen im Beckenboden entstehen und das liegt häufig an einem sinkenden Östrogen Spiegel. Östrogen ist ein entscheidendes Hormon und wichtig für die Durchblutung, die Elastizität des Beckenbodens und die Muskelkraft in diesem Bereich. Unser Bindegewebe wird durch einen sinkenden Östrogenspiegel schwächer und dadurch verlieren wir an Muskelkraft.
Es können Schmerzen im Unterbauch oder Schmerzen im Rücken und in der Leistengegend, sowie im Gesäß und sogar in den Oberschenkeln entstehen. In manchen Fällen kann es auch zu einer Gebärmuttersenkung, Inkontinenz, starke Schmerzen im unteren Bauchbereich und auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr kommen.
Was können wir jetzt aktiv dafür tun, damit wir uns wohl und sicher fühlen?!
Während den Wechseljahren können sowohl Männer als auch Frauen durch gezieltes Training den Beckenboden stärken. Nämlich durch Anspannung- und Entspannungsübungen den Beckenboden wieder aktivieren und dauerhaft stärken. Durch eine gesunde Ernährung lässt sich auch Einfluss auf den Hormonhaushalt nehmen. Eine mediterrane Kost mit viel Gemüse hilft, das Körpergewicht zu halten und so den Druck auf den Beckenboden effektiv zu reduzieren. Vollkornprodukte, gesunde Fette, ausreichend Proteine, wie zum Beispiel durch Fisch, Eier, Sojaprodukte oder Hülsenfrüchte, erhalten die Muskulatur und somit die Kraft des Beckenbodens. Kalzium und Vitamin D unterstützen außerdem das Gewebe. Bewegung an der frischen Luft trainiert zusätzlich die Muskulatur gegen die Schwerkraft.
Zu vermeiden sind:
Zucker, Weißmehl, Alkohol, Koffein und scharfe Speisen, da sie unnötig den Stoffwechsel belasten und sich häufig nicht positiv auf unseren Hormonhaushalt auswirken.
Wir sehen, dass Hormone, Stoffwechsel und Energiehaushalt sich im Laufe des Lebens und besonders in den Wechseljahren verändern. Wer versteht, was in den Wechseljahren mit dem Körper passiert, hat gute Voraussetzungen, die Weichen für ein unbeschwertes Älterwerden zu setzen. Das Wissen, wie wir mit diesen Veränderungen umzugehen haben, hilft und unterstützt im Umgang damit.
Sie möchten fit durch die Wechseljahre kommen und gesund und entspannt diesen Lebensabschnitt genießen? Dann würde ich Sie gerne als Trainerin dabei unterstützen und Ihnen als Ansprechpartnerin zur Seite stehen. Zu meiner individuellen Betreuung gehören zielorientiertes Training, gezielte Übungen, Sie in ihrer Motivation und ihrem Durchhaltevermögen stärken und Ihnen bei Fragen, rund um die Wechseljahre zur Seite zu stehen.
Ihre
Trainerin mit Schwerpunkt Seniorentrainer
Marina
















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