Motivation: Warum ich immer wieder neue Herausforderungen suche
„Woher nimmst Du eigentlich die Zeit und die Motivation für all das?“ – so oder so ähnlich werde ich immer wieder gefragt. Schließlich arbeite ich Vollzeit, habe zusätzlich einen Nebenjob und trainiere gleichzeitig für einen Marathon, Halbmarathon oder HYROX – oder komme auf die Idee, 100 Kilometer am Stück zu marschieren. Aber was treibt mich tatsächlich an, solche Herausforderungen immer wieder anzugehen und auch dann dranzubleiben, wenn der Alltag voll ist oder die Motivation gerade einmal nicht von alleine kommt?
Darauf gibt es keine einfache Antwort. Denn Motivation kann ganz unterschiedlich aussehen. Sie muss nicht immer bedeuten, schneller zu werden, die nächste Distanz zu knacken oder die nächste noch größere Herausforderung zu suchen. Manchmal ist die Motivation viel einfacher: sich zu bewegen, fit zu bleiben, den Kopf freizubekommen oder etwas zu tun, das einem einfach Spaß macht. Bei mir ist es wahrscheinlich eine Mischung aus all diesen Dingen.
Ein Ziel vor Augen haben
Konkrete Ziele helfen mir dabei, dranzubleiben. Ein Wettkampf im Kalender schafft Verbindlichkeit. Aus „Ich könnte mal wieder mehr laufen“ wird plötzlich ein Trainingsplan mit einem klaren Ziel. Und manchmal läuft es bei mir tatsächlich so, dass ich eine interessante Herausforderung entdecke und mich einfach anmelde. Ohne vorher wochenlang darüber nachzudenken, ob ich das wirklich kann, was alles schiefgehen könnte oder wie anstrengend es werden wird.
Einfach mal machen!
Diese Einstellung hat mich schon oft weitergebracht. Denn manchmal stehen wir uns selbst im Weg, weil wir zu lange überlegen, statt einfach anzufangen. Natürlich ist eine gewisse Planung wichtig, aber ich muss nicht von Anfang an jede Antwort kennen. Manche Dinge finde ich eben erst heraus, wenn ich loslege. Und wenn der Wettkampf erst einmal im Kalender steht, habe ich ein Ziel, auf das ich hinarbeiten kann. Dabei muss dieses Ziel nicht immer „höher, schneller, weiter“ lauten. Vielleicht möchte ich eine bestimmte Distanz schaffen, mich gegenüber einem früheren Wettkampf verbessern oder etwas komplett Neues ausprobieren. Entscheidend ist, dass das Ziel für mich persönlich eine Bedeutung hat.
Der wichtigste Vergleich ist der mit mir selbst
Fortschritt ist für mich ein großer Motivator. Wenn ich heute fünf Kilometer laufen gehe, ist das eine normale Trainingseinheit. Ich weiß aber noch genau, dass es einmal ein echtes Erfolgserlebnis war, diese fünf Kilometer überhaupt am Stück laufen zu können. Danach kamen zehn Kilometer, der erste Halbmarathon und irgendwann der Marathon. Dinge, die zunächst weit entfernt erschienen, wurden Schritt für Schritt erreichbar. Gerade deshalb finde ich den Blick zurück oft wichtiger als den Blick nach links und rechts. Besonders Social Media kann schnell ein falsches Bild davon vermitteln, was „normal“ ist. Wir sehen Bestzeiten, Medaillen, Erfolge und perfekte Trainingseinheiten. Die schlechten Tage, Stress, fehlende Motivation oder Trainings, die überhaupt nicht nach Plan laufen, sehen wir deutlich seltener. Warum sollte ich also die Leistung anderer zu meinem Maßstab machen, wenn deren Voraussetzungen und Alltag ganz andere sind? Viel wichtiger ist die Frage: Wo stand ich selbst vor ein paar Jahren – und wo stehe ich heute? Die ersten fünf Kilometer waren damals genauso ein Erfolg wie später ein Halbmarathon. Ein persönliches Ziel wird nicht weniger wert, nur weil jemand anderes schneller oder weiter ist.
Die eigene Motivation finden
Natürlich habe auch ich den Ehrgeiz, mich weiterzuentwickeln, aber Motivation muss nicht immer leistungsorientiert sein. Für den einen ist es ein Wettkampf, für den anderen die gemeinsame Laufrunde, das Fitnessstudio oder eine ganz andere Sportart. Vielleicht geht es darum, gesund und fit zu bleiben, einen Ausgleich zum Beruf zu schaffen oder sich nach einem langen Tag einfach besser zu fühlen. Ich glaube, langfristig funktioniert Bewegung vor allem dann, wenn man etwas findet, das wirklich zu einem passt und Spaß macht. Für mich ist Sport mittlerweile ein wichtiger Ausgleich. Wenn beruflich viel los ist, hilft mir Bewegung dabei, Stress abzubauen, mich auszupowern und wieder klare Gedanken zu bekommen. Und Sport verändert nicht nur körperlich etwas. Gerade Ausdauersport trainiert auch den Kopf.
Wenn der Kopf weitermachen muss
Egal, ob Halbmarathon, Marathon oder 100-Kilometer-Marsch: Irgendwann kommt ziemlich sicher der Moment, an dem es anstrengend wird. Die Beine werden schwer und Aufhören klingt plötzlich ziemlich verlockend. Dann hilft es mir, die Herausforderung in kleinere Abschnitte zu zerlegen. Noch einen Kilometer. Bis zur nächsten Verpflegungsstation. Bis zum nächsten Zwischenziel. Und dann weiter. Natürlich geht es nicht darum, Verletzungen oder ernsthafte Warnsignale des Körpers zu ignorieren, aber manchmal ist es eben einfach nur anstrengend – und genau dann weiterzumachen, trainiert die mentale Stärke. Davon profitiere ich auch außerhalb des Sports. Man lernt, schwierige Phasen auszuhalten, entwickelt Resilienz und lässt sich von Herausforderungen weniger schnell aus dem Konzept bringen.
Routine schlägt Motivation
Trotzdem bin auch ich nicht jeden Tag motiviert. Und das muss ich auch gar nicht sein. Motivation schwankt. Routinen bleiben. Wenn Sport einen festen Platz im Alltag bekommt, muss man nicht jedes Mal neu mit sich selbst diskutieren. Für mich gehört Bewegung mittlerweile einfach dazu. Und genau dieser Gedanke lässt sich auf viel mehr übertragen als nur auf Sport. Vielleicht möchtest DU deine Ernährung verändern, dir im Alltag mehr Zeit für Dich nehmen, etwas Neues lernen oder ein ganz anderes persönliches Ziel erreichen. Auch dann hilft es, nicht auf den perfekten Moment oder den großen Motivationsschub zu warten. Ein realistisches Ziel, kleine Schritte und feste Routinen bringen einen langfristig oft weiter als kurzfristige Begeisterung. Und manchmal braucht es eben auch ein bisschen „Einfach machen!“: nicht alles zerdenken, sondern anfangen. Den ersten Lauf machen. Die erste Gewohnheit verändern. Den ersten Schritt auf ein persönliches Ziel zugehen. Motivation entsteht manchmal nicht vor dem Anfang – sondern erst dadurch, dass man angefangen hat.
Lust, selbst loszulegen? Du möchtest etwas verändern, ein persönliches Ziel angehen oder Dich einfach einmal über Motivation, Training oder Ernährung austauschen? Vielleicht hast du sogar Lust, einmal gemeinsam mit mir zu trainieren? Dann sprich mich gerne an oder komm auf uns zu. Egal, ob es um Sport, Ernährung oder ein ganz anderes persönliches Ziel geht: Wir unterstützen Dich gerne dabei, deinen eigenen Weg zu finden, ins Tun zu kommen und langfristig dranzubleiben!
Dein Personal Trainer Team!















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