Personal Trainer Ehingen Stephanie Lutrelli

Trinken

Wasser – Warum ist Trinken für unsere Gesundheit so wichtig?

Wasser ist überlebensnotwendig. Das gilt für Pflanzen, Tiere und natürlich auch uns Menschen. Ohne Flüssigkeit halten wir es maximal 3 Tage aus, auf Nahrung können wir zum Beispiel ganze 3 Wochen verzichten. In vielen ärmeren Ländern ist reines Trinkwasser Mangelware, bei uns hingegen ist es ein fast unbegrenzt verfügbares Lebenselixier. Trotzdem fällt es vielen schwer, den Tag über genügend Wasser zu trinken. In diesem Artikel klären wir, warum das Trinken so wichtig ist, wie es uns dabei unterstützt, unseren Traumkörper zu erreichen und gesund und fit zu sein.

Das Wasser im Körper

Ein Erwachsener besteht, je nach Alter und Geschlecht, zu 50-65% aus Wasser. Ein männlicher Körper hat generell einen höheren Wasseranteil, da er mehr Muskelmasse besitzt. Muskelmasse besteht zu ca. 60% aus Wasser. Mit zunehmendem Alter nimmt der Wasseranteil ab. Auch das hat mit der Körperzusammensetzung zu tun, denn wenn wir älter werden, entsteht mehr Fettgewebe und weniger Muskelmasse.
Nichtsdestotrotz besteht mindestens die Hälfte unseres Körpers aus Wasser. Davon scheiden wir täglich ca. 2,5 Liter über Schwitzen, Ausatmung und Verdauung aus. Diesen Flüssigkeitsverlust müssen wir aktiv nachfüllen.
Wann dies notwendig ist, signalisiert uns der Körper über den Durst. Dies geschieht ungefähr bei einem Flüssigkeitsverlust von 0,5%. Ignoriert man dieses Signal, kann es schnell zu einer Dehydrierung kommen. Folgen davon sind häufig Kopfschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Kreislaufversagen und eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit.

Doch wofür braucht der Körper das viele Wasser überhaupt?

Auch wenn wir es nicht sehen, Wasser hat in unserem Körper viele wichtige Aufgaben.
Wasser als Transportmittel
Unser Blut besteht zu 93% aus Wasser. Es leitet Nährstoffe, die bei der Verdauung aus der aufgenommenen Nahrung gelöst wurden, zu den jeweiligen Körperteilen oder Organen. Ist unser Flüssigkeitshaushalt zu niedrig, wird das Blut dickflüssig und gelangt nicht mehr so gut und schnell durch Venen und Arterien. Dies führt zu den bereits genannten Kreislauf- und Konzentrationsstörungen.
Doch Wasser fungiert nicht nur als „Zulieferer“, sondern es ist auch für den „Abtransport“ zuständig. Es befördert gelöste Giftstoffe, Stoffwechselendprodukte, Kohlenstoffdioxid und Harnstoff zu den Ausscheidungsorganen und somit aus unserem Körper. Eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr erschwert diese Funktion, die Giftstoffe können nicht ausgeleitet werden und führen zu Infektionen und Erkrankungen.

Wasser als Schutz vor Überhitzung

Schwitzen sehen viele als lästig und störend an, doch es ist eine sehr wichtige Funktion unseres Körpers. Bei Hitze, körperlicher Betätigung, Nervosität oder Aufregung, steigt unsere Körpertemperatur. Wie bei einem Auto, würde dieser Vorgang zur Überhitzung führen, hätten wir nicht ein cleveres Kühlungssystem „eingebaut“. Durch Wasser, das auf der Haut verdunstet, wird dem Körper Wärme entzogen und er kühlt ab. Eigentlich sollten wir also sogar sehr froh sein, wenn wir schwitzen.

Wasser ist Baustoff

Wer früher im Biologieunterricht eine Zelle im Mikroskop betrachtet hat, der erinnert sich vielleicht an das Zellwasser. Jede Zelle in unserem Körper besteht nämlich zu 70% aus Wasser. Ohne Wasser könnte also kein Aufbau stattfinden, kein Organ bestehen und wir würden wie Trockenobst zusammenfallen.

Den größten Wassergehalt weisen unsere Muskeln und die Haut (unsere größtes Organ) auf. Das erklärt auch warum eine geringe Flüssigkeitszufuhr zu frühzeitigem Altern und Faltenbildung führt. (Ist das nicht schon Grund genug, zum Wasserglas zu greifen?)

Wie viel Wasser sollte man trinken?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 1,5 Liter pro Tag als Richtwert. Natürlich ist diese Wert sehr individuell zu betrachten. Jemand, der bereits im Alltag sehr aktiv ist, oder sich viel bewegt, sollte mindestens 0,5 Liter mehr trinken. Bei sportlichen Aktivitäten sagt man, 0,5 Liter pro halbe Stunde zusätzlich. Auch im Sommer, bei höheren Temperaturen, steigt der Bedarf an Flüssigkeit um 0,5-1 Liter pro Tag. Doch nicht nur über das Trinken nehmen wir Wasser auf. Auch unsere Ernährung kann uns helfen, hydriert und gut versorgt zu sein. Obst und Gemüse enthalten sehr viel gespeichertes Wasser, welches nach der Verdauung dem Körper zur Verfügung steht.

Ist es egal was ich trinke?

Nein, ganz und gar nicht. Wer denkt, mit einer Flasche Cola oder Limonade seinem Körper Gutes zu tun, der irrt sich. Überlegen Sie einmal: Wenn Sie Ihren Pflanzen oder Ihren Tieren nur reines Wasser geben, warum tun Sie das dann nicht auch für Ihren Körper? Der Körper kann für seine Funktionen wirklich nur reines Wasser nutzen. Trinken Sie Säfte, Limonaden oder Ähnliches, muss er erst die zugesetzten Inhaltsstoffe vom Wasser trennen. Dies erfordert Energie und mindert den Wert der Flüssigkeit. Außerdem glauben Sie gar nicht, wie viele unnötige Kalorien in einem Glas Limonade oder Saft stecken. Problem dabei: Flüssige Kalorien haben meist keinen Sättigungseffekt, was dazu führt, das man diese oft gar nicht bemerkt oder mit einrechnet.
Halten Sie sich also an Wasser oder ungesüßten Tee. Ist Ihnen das für den Umstieg zu langweilig, dann fügen Sie Zitronen-, Limetten- oder Orangenscheiben hinzu, auch ein paar Blätter Minze im Glas oder ein Stück Wassermelone sorgt für eine erfrischende Abwechslung.

Hilft Wasser beim Abnehmen?

Ja, das stimmt tatsächlich und zwar auf verschiedenen Wegen. Wenn wir Wasser trinken, verbraucht unser Körper Energie und verbrennt dabei Kalorien. Ein Liter Wasser, verbrennt ca. 100 Kalorien. Einfacher geht es fast nicht oder? Dazu kommt, dass Wasser unseren Magen füllt und so unser Hungergefühl senkt. Oft wird Durst auch mit Hunger verwechselt, deswegen empfehle ich bei Gelüsten oder Heißhunger erst einmal in Ruhe ein Glas Wasser trinken und dann zu prüfen, ob es tatsächlich das Verlangen nach Nahrung, oder doch das nach Flüssigkeit war. Wer eine träge Verdauung hat, sollte ebenfalls seine Wasserzufuhr überprüfen. Denn genügend Flüssigkeit ist wie oben schon beschrieben, wichtig um nicht benötigte Stoffe oder Nahrungsbestandteile aus dem Körper zu befördern. Leidet man an einem Flüssigkeitsmangel, wird dem Dickdarm Wasser entzogen, weil es an anderer Stelle dringender gebraucht wird. Das kann zu Verstopfung und Darmträgheit führen.

Wasser und Muskelaufbau

Wir wissen bereits, dass Muskeln zu einem Großteil aus Wasser bestehen und dass, bei zu wenig Wasser im Körper, unsere Leistungsfähigkeit sinkt, doch hilft mehr trinken auch direkt beim Muskelaufbau?
Ja tatsächlich stimmt auch diese Annahme. Schon allein um die Muskeln zu bewegen und kontrahieren zu können, benötigen wir Wasser. Ist dies nicht vorhanden, wird unsere Muskelkraft und auch die Steuerung der Muskulatur, beeinträchtigt. Bedeutet: Ineffizientes Training und im schlimmsten Falle sogar Muskelkrämpfe und Verhärtungen.
Wie oben schon erwähnt, ist Wasser für den Nährstofftransport in unserem Körper verantwortlich und befördert gleichzeitig die Abfallprodukte hinaus. Diese Vorgänge sind für eine schnelle und gute Regeneration der Zellen und Organe unerlässlich. Somit werden, durch einen ausgeglichenen Wasserhauhalt, die Muskeln nach dem Training beim Regenerieren und Aufbau unterstützt.

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