Selbstverteidigung

Selbstverteidigung

Von der Deeskalation bis zur Eskalation

 

Die Selbstverteidigung ist eines der Themen, welches schon immer sehr kontrovers in Deutschland diskutiert wurde und auch bis heute noch wird.

Die häufigsten Fragen, die dabei auftauchen, sind:

Darf man sich im Ernstfall wehren?

Für wen ist sie geeignet?

Warum sollte man Selbstverteidigung lernen?

Beantworten wir zu allererst kurz und knapp die Frage: „Darf man sich im Ernstfall wehren?“ Grundsätzlich darf sich in Deutschland jeder in einer für ihn oder andere bedrohlichen Situation verteidigen oder einschreiten. Es ist sogar Ihr gutes Recht dies zu tun und daher im BGB §227 als Notwehr und Nothilfe fest verankert. Das Mittel, das Sie für die Abwehr des Angriffs verwenden, entscheiden alleine Sie!

Machen Sie sich hier bitte im Ernstfall keine Gedanken über die Folgen, wenn es um ihr Leben geht.

Für wen ist Selbstverteidigung (SV) geeignet?

Oft wird Selbstverteidigung als Mädchen- und Frauensache abgestempelt. Meistens heißt es als Mann weiß man sich zu verteidigen. Dies ist eine sehr gefährliche Denkweise, denn tendenziell befinden sich Männer viel öfters in SV-Situationen und merken es oft gar nicht.

Ein Selbstverteidigungskurs oder auch Kampfkunst sind grundsätzlich für beide Geschlechter gleich geeignet, auch wenn die Thematiken ein wenig verschieden sind.

Bei Männern geht es vielmehr darum zu deeskalieren und das Ego beiseite zu schieben, den sogenannten „Monkeydance“ nicht mitzutanzen, bei Frauen hingegen wie man die körperliche Unterlegenheit wettmacht. Selbstverständlich gibt es Überschneidungen bei beiden.

Warum sollte man denn Selbstverteidigung lernen?

Selbstverteidigung ist nicht alleine die Kunst möglichst schnell, professionell viele Schmerzen zuzufügen, sondern vielmehr ist es die Kunst ohne Kampf sicher nach Hause zu kommen.

Laut einer Studie kann ein Mensch im Ernstfall unter Adrenalin nur noch 30% von vorhandenem Wissen abrufen. Heißt im Klartext, dass man bei 0% Erfahrung nicht einmal auf die natürlichen Schutzreflexe zugreifen kann und sehr oft in die Angststarre, den „Freeze“ oder „Loop“, verfällt. Deswegen sollte man sich unbedingt genau wie mit der „Erste Hilfe“ regelmäßig damit beschäftigen, um im Ernstfall richtig handeln zu können.

Nun möchten ich Ihnen ein paar konkrete Tipps mit auf den Weg geben, wie Sie nachhaltig Ihre Fähigkeit zum Selbstschutz verbessern können!

Tipp 1: Ändern Sie Ihre Grundhaltung!

Täter suchen sich, bis auf wenige Ausnahmen, immer ein Opfer, eine Person mit bestimmten Merkmalen. Um weniger in das Raster eines Täters zu fallen, sollten Sie folgendes üben.

Sein Sie immer aufmerksam und nehmen Sie Ihre Umgebung wahr.

Beobachten Sie Ihr Umfeld um potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen.

Tipp 2: Kennen Sie sich selbst – Triggerpoints!

Kommt es zur verbalen Konfrontation, so wird ein Gespräch sehr schnell sehr emotional. Täter nutzen dieses Spiel um einen Grund für ihren Angriff zu finden.

Spielen Sie nicht mit!

Trainieren Sie sich darin sich emotional nicht angreifen zu lassen und in hitzigen Situationen sachlich zu bleiben, um zu deeskalieren!

Tipp 3: Grenzen ziehen!

Fühlen Sie sich in einer Situation unwohl oder bereits bedroht, stecken Sie ihren persönlichen Raum ab und ziehen Sie eine Grenze.

Am besten eignet sich hier ein großer Schritt nach vorne in Kombination mit einem Stampfen auf dem Boden. Die Hände fliegen mit gespreizten Fingern auf Höhe des Gesichts nach vorne. Schreien Sie laut: „Stopp, lassen Sie mich in Ruhe!“

Damit machen Sie auch Ihrem Umfeld klar, dass Sie sich bedroht fühlen.

 

Tipp 4: Intelligenz schlägt Kraft!

Täter suchen sich meist ein körperlich unterlegenes Ziel.

Mit Kraft sind schnell Grenzen erreicht und der Kampf wird aussichtslos.

Die Antwort ist schnell, flexibel und unfair zu sein.

Dafür wurden im Lauf der Geschichte spezielle Techniken entwickelt, die in Kampfkünsten bis heute gelehrt und trainiert werden.

Diese sollte man sich jedoch unbedingt in einem Kurs von einem Fachmann zeigen lassen!

Tipp 5: Kampf oder Flucht?

Die Flucht ist dem Kampf, sofern möglich, immer vorzuziehen.

Es bringt nichts Ihr Ego geschützt zu haben, wenn dafür Ihr Körper schwer geschädigt wurde.

Auch während des Kampfes muss das erste Ziel sein mit effektiven Techniken schnell aus dem Geschehen herauszukommen um dann das Weite zu suchen.

Ein tolles Zitat sagt sinngemäß: „Die beste Selbstverteidigung ist eine gute Zeit auf 100m!“

 

Lernen auch Sie sich zu verteidigen!

Gewinnen Sie mehr Selbstbewusstsein und Selbstbeherrschung!

Gehen Sie mit einem besseren Gefühl durch das Leben!

 

 Sprechen Sie uns jetzt an!

Nähere Informationen bekommen Sie unter stephanie.lutrelli@gmx.de

oder telefonisch unter 0163 2872 796.

 

Von Patrick Helbig   1.Technikergrad    Wing Tsun Kuen     Kung Fu

 

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