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Fasten als Chance?

Fasten als Chance für eine bessere Ernährung

Nach der alljährlichen Weihnachtsvöllerei steht nun die Fastenzeit bevor.

Als Fastenzeit wird im Christentum der 40-tägige Zeitraum zwischen Aschermittwoch und der Osternacht bezeichnet. Die Sonntage sind von der Fastenzeit jedoch ausgenommen. Sie dienen der Erholung und können dafür genutzt werden, sich etwas Gutes zu tun. Möchte man allerdings die ganze Zeit abstinent bleiben, sind es 45 Tage, die man durchhalten muss. Die Fastenzeit soll an die Zeit erinnern, die Jesus in der Wüste ohne Nahrung verbracht hat.

Laut einer Forsa-Umfrage finden mehr als die Hälfte aller Deutschen den Verzicht in der Fastenzeit sinnvoll. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Formen des Fastens. Heutzutage verzichten die meisten gezielt auf bestimmte Lebens- und Genussmittel wie Nikotin, Alkohol, Fleisch oder Süßigkeiten. Auch Dinge, wie Fernsehen oder vor dem Computer sitzen, stehen bei manchen auf der Liste.

Ganz harte Formen des Fastens, wie Saft-oder Teefasten, in denen man komplett auf Lebensmittel verzichtet, sollten nur gesunde Personen durchführen und am besten vorher mit einem Arzt besprochen werden.

Ob nun aus religiösen Gründen, oder nicht, Fasten hat einige gesundheitliche Vorteile:

Über die sehr genussvollen Weihnachtsfeiertage, in denen sich oft wenig bewegt und dafür viel gegessen wird, wird unser Stoffwechsel etwas träge. Die schweren Mahlzeiten belasten die Verdauung und wir fühlen uns unwohl und aufgedunsen. Natürlich reguliert sich dieses Gefühl nach Neujahr wieder, sobald man zu seiner ursprünglichen Ernährungsweise zurückkehrt. Oft wird man aber doch die letzten Pfunde nicht ganz los und benötigt einen Neustart für den Körper. Dafür ist die Fastenzeit bestens geeignet, denn sie kurbelt den Stoffwechsel an und verzichtet man auf bestimmte ungesunde Lebensmittel, führt sie in 45 Tagen garantiert auch zu einer Gewichtsabnahme und einem besseren Wohlgefühl.

Ein weiterer positiver Aspekt der Enthaltsamkeit, ist das Bewusstwerden der eigenen Essgewohnheiten. Würde man verschiedene Personen befragen, ob sie von heute auf morgen komplett auf Süßigkeiten und Zucker verzichten könnten, würden wahrscheinlich 80 Prozent diese Frage mit einem „Ja“ beantworten, doch wirklich ausprobiert haben das die Wenigsten. Verzichtet man also in der Fastenzeit auf Schokolade oder auch auf Fleisch, merkt man erst einmal, wie abhängig man von diesem Lebensmittel geworden ist und wie es sich als eine tägliche Gewohnheit eingeschlichen hat. Deswegen kann so ein Verzicht auch als Art Entzug wirken und den inneren Schweinehund ganz schön auf die Probe stellen. Doch hat man einmal die erste Woche erfolgreich überstanden, wird es meist leichter und sobald man die ersten Erfolge sieht, steigt die Motivation. Man sollte diese 45 Tage dazu nutzen, seine bisherige Ernährung in Frage zu stellen und künftig mehr darauf zu achten, was man isst und was dem eigenen Körper gut tut. Oft sind es auch noch die guten Vorsätze, die man an Neujahr gemacht hat, welche bis zum Aschermittwoch fast schon wieder in Vergessenheit geraten sind. In diesem Fall dient die Fastenzeit auch als zweite Chance, für eine bessere Ernährung, mehr Bewegung und Wohlbefinden im eigenen Körper.

Meist scheitert so ein Vorhaben jedoch daran, dass man nicht wirklich weiss, wie man anfangen sollte, was denn jetzt die richtigen Lebensmittel sind oder welcher Zeitschrift man glauben kann. Oft schreckt einen auch eine bereits missglückte Diät davor ab, es noch einmal zu versuchen. Um Ihnen hier zur Seite zu stehen und den Anfang leicht zu machen, startet am 16.02.2016 zum vierten Mal unser Ernährungsvortrag „ Du bist was du isst“. An vier aufeinander folgenden Abenden lernen Sie die Grundsätze einer gesunden und ausgewogenen Ernährung, warum Sie mit Diäten bisher keinen Erfolg haben konnten und wie Sie es zukünftig schaffen, mehr vollwertige Lebensmittel in Ihren Ernährungsplan einzubauen.

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